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2. B – Jugend: Leichtes Spiel mit leichtem Spiel?
 
 

2. B – Jugend: Leichtes Spiel mit leichtem Spiel?

"Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es gerade muss.“ (Lothar Mattäus)

Wenn der nicht unumstrittene Zitatgeber recht haben sollte, hatten wir am Dienstag eine Mannschaft mit ausschließlich guten Pferden. Im Auswärts-Heim-Hinrunden-Nachholespiel der B 2 gegen die HSG RSV Teltow-Ruhlsdorf, ausgetragen wegen der Hallensperrung in Potsdam diesmal in Kleinmachnow, ist genau dies zu beobachten gewesen. Sich des Sieges sicher trat die Mannschaft des 1. VfL Potsdam, gecoached von Detlef Doering, locker fluffig auf und musste erst einmal erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass der Gegenspieler keineswegs gewillt war, den Sieg zu schenken. Die Teltower Jungs hielten in der Anfangsphase ordentlich dagegen und Potsdam konnte sich nicht entscheidend absetzen. Dann gelang es jedoch immer wieder, Fynn in Wurfposition zu bringen, der von den 17 Toren in Hälfte eins für sich 10 Treffer markierte, davon einige „Einfache“ von 9-10 Meter. Auf der Gegenseite brauchte Malte 15 Minuten zum Warmwerden, zeigte dann jedoch einige sehr gute Paraden im Tor. Mehrere schnelle Gegenstöße, die Achse Lukas U. – Henning – Tim funktionierte hier sehr gut, brachten den Zwischenstand von 17:10 und eigentlich die Vorentscheidung.

In Hälfte zwei drehte Potsdam die Geschwindigkeit etwas höher, Fynn durfte sich erst einmal ausruhen, aber das bedeutete keineswegs eine Entspannung für Teltow. Lukas U. übernahm seine Rolle und konnte selbst 7-mal einlochen und weitere Tore vorbereiten, bevor er wegen Maulerei und mangelnder Selbstdisziplin richtigerweise vom Trainer auf die Bank gesetzt wurde. Auch Janek, Tim und Joe ließen das Runde mehrfach im Eckigen zappeln. Leider ließ gerade in der zweiten Hälfte die Abwehrleistung zu wünschen übrig, so dass auch die eigentlich etwas statisch wirkenden Angriffe der Teltower öfter zum Erfolg führten und sie so noch 19 Tore für sich verbuchen konnten. Adrian hatte heute nicht den besten Tag erwischt, so dass er die mangelnde Leistung in der 3-2-1 – Deckung auch nicht kompensieren konnte. Einige Potsdamer Würfe in der Schlussphase landeten am Holz oder beim gegnerischen Keeper, wobei dies insbesondere nach dem 39. Tor auffällig war. Robert durfte sich dann nach einigen Fehlversuchen über sein Tor zum Stand von 40:29 freuen, wir freuten uns natürlich sowohl für ihn (und seinen 30er-Backpartner Fynn) als auch für uns.
Unsere „Pferde“ sind wirklich nur so hoch gesprungen, wie es unbedingt erforderlich war, den Sieg (41:29) nach Hause zu bringen, keinen Zentimeter höher. Zur Freude, des wie immer souveränen Schiedsrichtergespanns Andreas Läbe/Steffen Kaußmann dokumentierten wir je eine Zeitstrafen und drei Siebenmeter für beide Kontrahenten, hier gab es wenig Anlass zum Einschreiten. Also auch aus dieser Sicht ein (O-Ton) „leichtes Spiel“.
Leicht genommen auf jeden Fall.

Es spielten: Malte Mnich (TW), Adrian Stelter (TW); Henning Cal, Fynn-Ole-Fritz, Joe Boede, Lukas Urban, Lucas Schönebeck, Jannek Hesselmann, Tim Rosadzinski, Max Kalliske, Jacob Morawe, Robert Grünberg

PU