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B 2 schlägt Tabellenersten aus Wildau
 
 

B 2 schlägt Tabellenersten aus Wildau

Wenn Sie einen seltsamen, aufregenden und spannenden Sonntagnachmittag verbringen möchten, empfehlen wir Ihnen einen Besuch in der Ballspielhalle am Luftschiffhafen zu einem Spiel der B2 (oder natürlich einer anderen Heimmannschaft) des VfL Potsdam – denn dort können Sie das Gegenteil von Friede, Freude, Eierkuchen erleben…
Der Tabellenführer in der Brandenburgliga, der HSV Wildau, kam mit dem bestens bekannten Trainer Sven Brade in Minimalstärke – genau 6 Feldspieler + Torwart. Die geringe Mannstärke machte man aber mit viel Dynamik und Einsatz wett. Schnell gingen die Gäste auf bis zu 8:4 in Führung. Dabei half ihnen auch ihr guter Torhüter, der regelrecht durch die Potsdamer berühmt geworfen wurde. Seine verbalen Ausfälle gegen die Torschützen stehen leider im krassen Widerspruch zu seiner gezeigten Leistung.

Unter der Woche waren 4 Spieler des VfL krankheitsbedingt mehr oder minder ausgefallen; das machte sich in einem fahrigen Beginn bemerkbar, wo die Gäste immer wieder zu leichten Toren kamen. Leider hatten unsere Torhüter kein glückliches Händchen in der ersten Hälfte und ließen gerne auch mal die haltbaren passieren.

Bei dem o.g. Spielstand zog Coach Doering dann auch die grüne Karte, um sein Team wieder neu zu justieren. In der Defensive packte man noch zu wenig zu, in der Offensive nutzte man zu wenige Mittel.

Einen Bruch im Match gab es nach einem Angriff der Wildauer, als sich der Shooter mit der Nr. 16 bei einer Sprungaktion bzw. bei der Landung ohne Fremdeinwirkung fies umknickte. Die Verletzung war so schwer, dass der Spieler in der Halbzeit in das Potsdamer Krankenhaus gefahren werden musste. Wir, die Mannschaft der B2, Spieler, Trainer und Zuschauer wünschen der Nr. 16 gute Besserung und schnelle Genesung.

Fortan agierten die Mannen von Sven Brade nur noch zu fünft – Trainer Doering reagierte darauf und ließ ebenfalls nur 5 Spieler auf die Platte.

Am Spielverlauf änderte es bis zur Halbzeit nichts, man ging mit 10:15 aus Sicht der Gastgeber in die Pause.

Diese bekam den Potsdamern anscheinend besser als den Wildauern – eine agile, schnelle Abwehr machte den Gästen jetzt jeden Angriff schwer. Adrian Stelter im Tor hatte nur auch die Vorweihnachtslethargie abgelegt und konnte zahlreiche Würfe abblocken. Tor um Tor kamen die Potsdamer wieder in das Match zurück – Lukas U. mit seinen Wurfvarianten, Lukas S. mit seiner umsichtigen und fordernden Art sowie Jakob Morawe gefielen dabei besonders. Über ein 16:16 konnten sich die Potsdamer sogar eine 2-Tore-Führung erspielen. Das harte Match hatten die ruhig agierenden Schiedsrichter leider nicht immer im Griff. Wildau gab nicht auf und kämpfte sich sogar in Unterzahl wieder heran. Aber auch die Hausherren hatten etwas dagegen und suchten über den Kampf zum Spiel. Einen Siebener der Gäste bekam Adrian dann frontal ins Gesicht, machte aber nach kurzem Durchschütteln weiter und motivierte damit sein Team zum Endspurt. Die machten jetzt den Sack zu (schon am 3. Advent) und feierten einen 25:22 Sieg glücklich, aber nicht gänzlich unverdient.

Zur letzten Begegnung geht es am kommenden Samstag nach Eberswalde – also alle Zauberpülverchen raus, Körper und Seele hegen/pflegen und „auffitten“ für einen positiven Jahresabschluss.

PM, 12.12.2011